Ostern in grün

Wenn sich zu Ostern die ersten frischen Triebe zeigen, stellen sich viele Menschen einen Weidenstrauß ins Zimmer und dekorieren ihn mit bunt bemalten Eiern. Zum Einfärben der Eier sollten jedoch Natur- bzw. Pflanzenfarben verwendet werden.

Umweltverträgliche Farben sind im Bioladen und in Drogerien erhältlich. Eier lassen sich jedoch auch mit einfachen Mittel färben. Dazu werden die Eier beispielsweise im gefilterten Sud ausgekochter Pflanzen hartgekocht. Dafür eignen sich Birkenblätter, Rotkohl, Zwiebelschalen, Spinat, Petersilie oder getrocknete Beeren. Ein Schuss Essig im Sud erhöht die Brillanz der Farben.

Da sie eine artgerechte Haltung der Legehennen garantieren, sollten nicht nur zu Ostern Bio-Eier gekauft werden, rät der BUND. Die erste Ziffer des Stempelaufdrucks auf den Eiern gibt Auskunft zur Haltung der Legehennen. Bio-Eier sind mit der Stempelziffer 0 markiert. Auf keinen Fall sollten Eier verwendet werden, die aus Käfigbatterien (Stempelziffer 3) stammen. Es gilt: Kein Ei mit der Drei.

Für den Osterstrauß empfiehlt der BUND, Seitentriebe von Laubbäumen zu verwenden. Auch frische neue Zweige von Forsythiensträuchern sind dekorativ. Allerdings dürfen sie nicht aus dichten Hecken herausgeschnitten werden, da diese beliebte Nistplätze für Vögel sind. Das Abschneiden von Weidenkätzchen ist generell verboten, weil sich davon im Frühjahr die Bienen ernähren.

Als Ostergras in Gestecken, Körbchen oder Osternestern rät der BUND zu Naturmaterialien wie Heu aus dem Garten oder pflanzengefärbter Schafswolle, die es in Bioläden gibt. Auf keinen Fall dürfen dafür Moose ausgegraben oder Wiesen- bzw. Rasenstücke verwendet werden. Diese bieten vielen Kleinstlebewesen wichtigen Lebensraum.

Quelle: BUND Ökotipp

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