Geld nachhaltig anlegen

Deutschland steigt aus der Atomenergie aus, doch an anderen Orten der Welt finanzieren deutsche Banken mit dem Geld ihrer Kunden den Bau neuer Atomkraftwerke. Auch investieren deutsche Geldhäuser in Kohlekraftwerke oder in die Rüstungsindustrie. Viele Banken spekulieren auch mit Nahrungsmitteln und riskieren so den Hunger von Millionen Menschen.

Wer will, dass mit seinem Ersparten weder der Umwelt noch Menschen geschadet wird, dem empfiehlt der BUND einen Bankwechsel. Dabei hilft das Bündnis zum Bankenwechsel, das von attac gegründet wurde und dem inzwischen auch der BUND angehört. Auf bankwechsel-jetzt.de können sich Geldanlegerinnen und -anleger darüber informieren, welche Banken transparent arbeiten und Mitsprache ermöglichen und welche Geldhäuser schädliche Investitionen ausschließen und beispielsweise Umweltprojekte bewusst fördern. Alternativbanken wie GLS Bank, EthikBank, UmweltBank und Triodos Bank entsprechen beispielsweise diesen Kriterien.

Ein Bankenwechsel ist nicht schwierig, bedarf aber einer gezielten Information all derer, die die neuen Kontodaten benötigen – vom  Vermieter über den Arbeitgeber und der Versicherung hin zum Zeitungsverlag oder Sportverein. Auf dem Internetportal steht hierfür eine Checkliste bereit.

Wer nicht auf eine lokale Bank verzichten möchte, sollte Genossenschaftsbanken und Sparkassen den privaten Geschäftsbanken vorziehen. Denn bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen sind positive Veränderungen der Geschäftspraxis weit eher zu erstreiten als bei Privatbanken. So sind die allermeisten Sparkassen Einrichtungen öffentlichen Rechts und sollen zum Wohle ihrer Stadt arbeiten. Die Genossenschaftsbanken sind durch ihre Mitglieder vor Ort mitgestaltbar und recht eigenständig. Als Hilfestellung für den Kontakt mit der lokalen Sparkasse oder Volksbank stellt das Bankenwechselbündnis einen kritischen Fragenkatalog zur Verfügung.

Quelle: BUND Ökotipp

BUND Kampagne "Bank wechseln"

« Zurück zur Übersicht