Papierflut online stoppen

Regelmäßig kommen sie ins Haus geflattert: Rechnungen für Telefon, Internet oder  Versicherungen. Obwohl das digitale Zeitalter angebrochen ist, wird der Schriftverkehr auch heute noch weitgehend per Post erledigt. Nicht nur der Papierverbrauch, sondern auch der Brief-Transport belastet das Umwelt-Konto. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt daher, sich Rechnungen per E-Mail schicken zu lassen.

Über 40 Prozent des weltweit geschlagenen Holzes gehen allein in die Papierproduktion. Beim Papierverbrauch liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz vier: Rund 250 Kilo benötigt man hierzulande pro Person und Jahr – zu viel, findet der BUND. Dabei ist Papiersparen gar nicht schwer. Viele Firmen bieten inzwischen umfangreiche Service-Angebote auf ihrer Homepage an. In so genannten „geschlossenen Bereichen“, die mit einem Passwort geschützt sind, können laufende persönliche Vorgänge eingesehen und erledigt werden. Auch die Steuererklärung kann in einigen Bundesländern bereits via Internet erledigt und direkt an das Finanzamt geschickt werden.

Die Hoffnung, dass die Verbreitung von Computern, E-Mails und Internet Papier spart, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Der durchschnittliche Papierverbrauch hat sich sogar erhöht! Er liegt nach Angaben des BUND in Deutschland derzeit bei rund 240 Kilo pro Kopf und Jahr. Weltweit wächst der Verbrauch jährlich um 20 Prozent. Dabei gehört Papier zu den wasserintensivsten Produkten überhaupt.

Altpapier zu sammeln, zum Kopieren und Drucken Recyclingpapier oder die Rückseiten von bereits beschriebenem Papier zu verwenden wird deshalb immer wichtiger. Übrigens dürfen selbstklebende Kuverts oder Adressaufkleber nicht ins Altpapier gegeben werden, da sie im Recyclingprozess Probleme bereiten.

Nur die Umstellung auf papierlosen Zahlungsverkehr, Online-Banking und Rechnungen via Internet kann erhebliche Mengen Papier sparen. Die gesparte Transport-Energie kommt hinzu. Das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie hat errechnet, dass eine Online-Transaktion 40 Prozent weniger Energie und Materialien verbraucht als eine Überweisung am Bankschalter.

Der BUND rät, Online-Rechnungen nicht auszudrucken, sondern im Dateiformat PDF auf dem Computer zu archivieren. Sollte trotzdem einmal ausgedruckt werden, lassen sich auch zwei Seiten auf eine drucken: Dazu muss in Word-Programmen unter der Menüleiste/Drucken/Seiten pro Blatt die Zwei eingegeben werden.

Quell: BUND Ökotipp  Quelle: BUND Ökotipp

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