Wildkräuter im Garten

Blühende Wildpflanzen und Kräuter zieren auch im Spätsommer die Landschaft. Im Garten oft als ''Unkraut" bezeichnet, sind Wildkräuter wichtig für das biologische Gleichgewicht in der Natur. Der BUND rät daher, nicht nur Kräuter anzupflanzen, sondern auch wilden Löwenzahn und Brennnesseln im Garten zu belassen. Angenehme Düfte, ein Vorrat an Heilpflanzen und wertvoller Lebensraum für Kleintiere sind das Ergebnis.

Wegen der starken Überlebenskraft von Schafgarbe, Brennnessel oder Wegerich bleibt der Einsatz chemischer Mittel ohnehin zumeist erfolglos. Deshalb sollte man auf Unkrautvernichtungsmittel verzichten und stattdessen die Vorzüge wilder Heil- und Würzpflanzen im eigenen Garten nutzen. Kräuter sind meist sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und können in Mischkulturen mit Gemüsepflanzen positiv auf deren Gedeihen wirken. Sie locken Schmetterlinge und Vögel an und vertreiben mit ihrem Duft Schädlinge.

Der BUND weist auf den vielfältigen Nutzen von Wildpflanzen und Kräutern hin, sei es als Arzneitee, Gewürz oder Beilage. Frisch geerntet würzt Schnittlauch den Salat und zieren Gänseblümchen die Suppe. Brennnesseln lassen sich wie Spinat zubereiten. Ebenso nährstoffreich ist frischer Löwenzahnsalat.

Um sich über essbare Wildpflanzen und deren beste Erntezeit zu informieren, ist ein Bestimmungsbuch zu empfehlen. Kräuter lassen sich für die kalte Jahreszeit trocknen, einfrieren und für Aromaöle oder Kräuteressig verwenden. Pflanzt man sie zum Überwintern in kleine Töpfe, hat man immer frischen Vorrat im Haus.

Im Internet unter kraeuter-almanach.de gibt es ausführliche Informationen zu Heil- und Würzpflanzen und gibt Tipps zum biologischen Gärtnern.

Quelle: BUND Ökotipp

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