Essig selbst gemacht

Mit selbst gemachtem Essig kann man Speisen lecker verfeinern, Freunde beeindrucken und die Umwelt schonen. So entfallen laut Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die CO2-Emissionen für den Transport der Essigflaschen vom Hersteller zu den Lebensmittelmärkten. Außerdem werden Ressourcen und Energie für die  Flaschenherstellung gespart.

Wählt man als Basis zudem regionalen Wein aus ökologischem Anbau, unterstützt dies umweltschonend wirtschaftende Winzer und die regionale Kreislaufwirtschaft. Zu empfehlen sind Bioweine für die Herstellung von Essig auch, weil sie im Gegensatz zu konventionellen Produkten selten geschwefelt sind. Durch Schwefel werden die für die Essigsäurebildung verantwortlichen Essigsäurebakterien in ihrem Wachstum gehemmt.

Zur Essigherstellung kann Rot- und Weißwein (auch beides gemischt) oder Apfelwein benutzt werden. Trockener Wein ist zu empfehlen, da Süße zur Nachgärung führt und den Geschmack verändert. Der Alkoholgehalt sollte sechs Prozent betragen - wenn er höher liegt, den Wein mit Wasser entsprechend verdünnen.

Um die Essiggärung zu beschleunigen, werden Essigbakterien benötigt. Sie sind im Weinhandel oder im Reformhaus erhältlich. Wein und Essigbakterien in ein gut gereinigtes Gefäß aus Ton, Holz, Glas oder Edelstahl füllen. Die Flüssigkeitsoberfläche sollte möglichst groß sein, damit genügend Sauerstoff für den Gärungsprozess an den Essig kommt. Das Gefäß mit einem Küchentuch oder Kaffeefilter abdecken, mit einem Gummi verschließen und bei einer Temperatur von mindestens 23 Grad Celsius aufstellen - zum Start der Heizsaison am besten in die Nähe einer Heizung. Jeden Tag einmal umrühren, damit der Essig weiter atmen kann.

Nach zwei bis drei Wochen ist der Rohessig fertig. Die Flüssigkeit filtern und in gut gesäuberten Flaschen noch einmal zwei bis drei Monate an einem kühleren und dunklen Ort reifen lassen. Für einen Kräuteressig können in dieser Zeit auch Rosmarin, Estragon, Thymian, Basilikum und Dill hinzu gegeben werden. Das schmeckt nicht nur gut, sondern sieht - zum Beispiel als Weihnachtsgeschenk - auch schön aus.

Quelle: BUND Ökotipp

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