Fahrtziel Natur: Mit der Bahn in die Wildnis

Der rasant wachsende Ferntourismus schädigt auch die Umwelt. Bis 2020 wird noch einmal eine Verdopplung der Fernreisen vorausgesagt: Immer mehr Touristen brechen zu immer kürzeren Reisen in immer fernere Länder auf.

Einer Untersuchung der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen zufolge entfallen rund 50 Prozent der Abgase des Straßenverkehrs und sogar 70 Prozent des Flugverkehrs auf den Tourismus. Auch in den Zielgebieten verschlechtert das touristische Wachstum nicht selten die Umweltqualität. Das oft knappe Wasser wird verschmutzt, Küsten und das Land zersiedelt, Luftschadstoffe belasten das Mikroklima und die letzten Naturreservate werden zerstört.

Das Wort vom "Sanften Tourismus" macht die Runde. Aber nicht alles, was unter dieser Losung angepriesen wird, entspricht auch der Nachhaltigkeit. Unter dem Motto "Erleben, erholen und erhalten" bieten jetzt mehrere Umweltverbände in Kooperation mit der Deutschen Bahn vier Reisenziele in deutschen Naturschutzgebieten an. Dazu zählen der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer, der Nationalpark Jasmund, das Biosphärenreservat Südost-Rügen, der Naturpark Uckermärkische Seen und das Biosphärenreservat Schorfheide.

Der BUND weist darauf hin, dass bei diesen Reisen eine umweltverträgliche touristische Nutzung der Naturreservate Vorrang hat. Im Internet unter fahrziel-natur.de sind alle Informationen zu finden, die für eine Reiseplanung zu diesen Zielen benötigt werden.

Quelle: BUND Ökotipp

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