Korken sammeln

Mehr als eine Milliarde Korken werden jährlich allein in Deutschland als Flaschenverschlüsse eingesetzt. Doch der klassische Flaschenkorken hat große Konkurrenz bekommen: Immer häufiger kommen Verschlüsse aus Kunststoff, Metall und Glas zum Einsatz. Dabei haben Kork-Verschlüsse die bessere Öko-Bilanz, so der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND).

Obwohl der Rohstoff fast ausschließlich aus Spanien und Portugal stammt, wird bei Fertigung und Transport eines Korkverschlusses nur etwa ein Viertel soviel Kohlendioxid freigesetzt wie bei einem Verschluss aus Kunststoff oder Metall. Der weltweite Korkeichenanbau leistet mit einer Gesamtfläche von rund 27 Mio. Quadratkilometern wertvolle Beiträge für die Umwelt. Die Bäume binden jährlich etwa fünf Millionen Tonnen Kohlendioxid und dienen Zugvögeln wie Kranichen als Winterquartier.

Der BUND rät, alte Flaschenkorken bei Sammelstellen abzugeben. Die gesammelten Flaschenverschlüsse werden u. a. zu Korkgranulat verarbeitet, das den Grundstoff zur Herstellung von ökologischem Dämmmaterial bildet. Der Einsatz synthetischer Dämmstoffe, wie etwa Styropor, wird dadurch reduziert.

Wo Korken gesammelt werden, erfahren Sie beim örtlichen Wertstoffhof oder beim Deutschen Kork-Verband.

Quelle: BUND Ökotipp

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