Fairer Handel

Köstlichkeiten aus fernen Ländern wie Tee, Kaffee, Kakao, Bananen oder Orangensaft gehören mittlerweile in Deutschland zum Alltag. Lange Zeit waren sie jedoch für viele unerschwinglich. Der Preiskampf, der zu den niedrigen Weltmarktpreisen geführt hat, wird häufig auf Kosten von Mensch und Natur ausgetragen. Deshalb empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fair gehandelte Produkte. Sie sind etwas teurer, sichern aber die Existenz der einheimischen Bauern und helfen meist auch, die Umwelt zu schonen.

Immer weniger Bauern in den Ländern des Südens können vom Verkauf ihrer Ernte leben. 1990 erhielten beispielsweise Kaffeebauern noch rund ein Drittel des Endverkaufspreises. Heute sind es nur noch zehn Prozent. In den weit verbreiteten Monokulturen werden außerdem massiv Pestizide versprüht, zum Teil noch während die Arbeiter auf den Feldern sind. Chemische Spritzmittel belasten die Böden und das Grundwasser und gefährden so die Gesundheit der Bevölkerung.

Das internationale TransFair-Fairtrade-Siegel zeichnet Produkte aus, die durch feste Mindestpreise und Aufschläge den Kleinbauern, Tagelöhnern und Pflückerinnen höhere Löhne garantieren. Außerdem werden vom Erlös soziale Projekte wie Schulen, Brunnen oder Apotheken gefördert. Nicht alle TransFair-Produkte werden jedoch auch ökologisch produziert.

Mehr zum TransFair-Fairtrade-Siegel unter transfair.org. Neben Lebensmitteln gibt es auch fair gehandelte Textilien und Geschenkartikel, siehe dazu oeko-fair.de. Unter weltladen.de gibt es Infos zu Weltläden – den traditionellen Einzelhändlern für fair gehandelte Produkte.

Quelle: BUND Ökotipp

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