Fisch - wenn dann aus nachhaltigem Fang

Aus Umweltschutzgründen sind Speisefische aus heimischen Flüssen, Seen oder von durch Bioland zertifizierten Zuchtanlagen den Meeresfischen vorzuziehen. Wenn es Meeresfisch sein soll, dann nur aus nachhaltigem Fang. Dies ist am Naturland- oder am MSC-Siegel (Marine Stewardship Council) zu erkennen. Beide gewährleisten, dass Fische auch künftig unseren Speiseplan bereichern, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Nachhaltig bedeutet, dass nur so viele Fische gefangen werden wie der Bestand verträgt. Die Welternährungsorganisation FAO weist darauf hin, dass drei Viertel aller Fischbestände bereits überfischt sind oder kurz davor stehen. Von den hiesigen Speisefischen können nur Ostseesprotte, Hering, Seelachs aus dem Nordatlantik oder Zuchtforellen ohne Bedenken gekauft werden. Besonders gefährdet sind Kabeljau bzw. Dorsch, Rotbarsch, Seezunge, Scholle und Makrele. Der Dornhai, er wird bei uns als ''Schillerlocke" verkauft, steht sogar auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

Nicht nachhaltige Fangmethoden mit Schlepp- bzw. Bodenschleppnetzen zerstören alles Leben am Meeresgrund und verursachen zu viel Beifang. Für ein Kilo Scholle werden vier, für ein Kilo Seezunge sogar 14 Kilo anderer Meerestiere als Abfall zumeist tot über Bord geworfen. In den Netzen verenden außerdem Meerestiere wie Wale, Delfine, Schildkröten und Seevögel.

Immer mehr Supermärkte bieten inzwischen eine größere Auswahl an nachhaltig gefangenem Fisch an. Als Einkaufshilfe hat der World Wide Fund for Nature (WWF) einen Fischführer zu 40 handelsüblichen Fischarten veröffentlicht. Bei Greenpeace kann man ein ''Fischlineal" bestellen. Mit diesem lässt sich auf einfache Weise herausfinden, ob der angebotene Fisch groß genug ist. Wenn ja, hat er sich nämlich vermutlich bereits fortgepflanzt.

Der BUND rät vom Kauf verarbeiteter Fischprodukte ohne Siegel ab, wie z. B. Pizza mit Thunfisch oder Fischkonserven. Bei ihnen kann nicht überprüft werden, ob nicht doch Baby-Fische verarbeitet wurden.

Quelle: BUND Ökotipp

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