Guerilla Gardening

Die grauen Städte wieder grün und bunt und vielleicht sogar essbar machen, das ist das Ziel des Guerilla Gardenings. In Städten gibt es viele kleine und große Brachflächen, die von den Grünämtern notdürftig gepflegt werden. Gemüse wächst hier gar nicht und die wenigen Blumenbeete muten künstlich und teuer an. Kann man diese kargen Flecken nicht besser nutzen? Sicher! Ein paar Wildblumen und Karotten hier und da und wir können die Stadt wieder ganzheitlich nutzen und genießen.

Guerilla Gardening erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dazu tragen auch die so genannten Seed Bombs bei: hier werden Samen in ein Gemisch aus Ton und Erde "eingepackt" und können dann auch an unzugänglichen Stellen schnell und unaffällig gepflanzt werden. Und sollte die ausgedörrte Erde der Stadt nicht gut genug sein, hat das Pflänzchen noch sein eigenes Proviantpaket dabei.

Auf verschiedenen Blogs und Webseiten gibt es weiterführende Informationen, wie unter attensaat.de , guerillagaertner.com oder die wie immer gute Überscicht bei wikipedia.

Wo das Ganze noch hinführen wird, macht die kleine und feine Stadt Andernach vor: sie erkannte den nützlichen, ökologischen und ökonomischen Trend und bepflanzte ihre Grünflächen gleich selbst mit Gemüse. "Da steht kein Schild 'Betreten der Rasenfläche verboten', sondern hier ist Pflücken erlaubt!", wie das Erste berichtet.

Aber Obacht! Erfolgt die Bepflanzung ohne Zustimmung des Grundstückseigentümers oder Pächters, stellt Guerilla Gardening in Deutschland in vielen Fällen eine Straftat dar und kann als Sachbeschädigung verfolgt werden. In der Regel sehen die Gemeinden als für den öffentlichen Raum zuständige Behörde hiervon jedoch ab. Wertet diesen praktischen Tipp, also nicht als Aufforderung zu Straftaten, sondern als Informationsvermittlung.

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