Peak Everything

Der Begriff Peak Everything beruht auf der Idee von Peak Oil und weist darauf hin, dass nicht nur das Erdölfördermaximum erreicht ist, sondern dass auch andere Ressourcen ihren Förderhöhepunkt erreicht haben. Der Begriff verdeutlicht die Grenzen der Ressourcen, nicht nur der fossilen Energieträger wie Öl, Gas und Kohle, sondern auch die Verknappung anderer nicht-erneuerbarer Ressourcen wie verfügbarer bzw. fruchtbarer Boden (Peak Soil), Phosphor (Peak Phosphorus) oder Trinkwasser (Peak Water). Dieser prinzipielle Befund ist unabhängig davon zutreffend, wann (was meist umstritten ist) der jeweilige „Peak“ tatsächlich erreicht ist. Peak Everything appelliert an eine Änderung der menschlichen Lebens- und Wirtschaftsweisen, ausgerichtet am Ressourcen-, Klima- sowie Umweltschutz. Dabei ist ein Fokus auf nachwachsende Rohstoffe oder erneuerbare Energien ebenfalls mit dem Problem belastet, dass auch diese oft mit dem Verbrauch endlicher Ressourcen verbunden sind; so werden beispielsweise für Solarpanele die bereits knappen „seltenen Erden“ oder auch viel Fläche benötigt. Zudem sind auch nachwachsende Ressourcen als solche oft nicht unendlich verfügbar, wie das Beispiel der Bioenergie zeigt. Effizienz, Konsistenz und Suffizienzstrategien müssen daher voraussichtlich gemeinsam angegangen werden, um die Folgen des Peak Everything zu mildern.

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