fossile Energien

Unter fossilen Energien versteht man die Energieträger, die aus den fossilen und damit nicht-regenerativen Brennstoffen Kohle (Braunkohle, Steinkohle, Torf), Gas (Erdgas) und Öl (Erdöl) gewonnen werden. Sie sind über Jahrmillionen aus Abbauprodukten abgestorbener Tiere und Pflanzen entstanden. Ihre wesentliche chemische Basis ist Kohlenstoff. Bei ihrer Verbrennung mit Sauerstoff entsteht Kohlstoffdioxid (CO2), welches als wichtigster Verursacher der globalen Erwärmung gilt. Fossile Brennstoffe stehen wie alle nicht-regenerativen Ressourcen nur im begrenzten Umfang zur Verfügung. Alle nachgewiesen und aktuell wirtschaftlich förderbaren fossilen Energievorräte bezeichnet man als Reserven, während die vermuteten Energieanteile als Energieressourcen bezeichnet werden. Dadurch, dass die Annahmen über die Erschöpfung der fossilen Energiequellen je nach Stand der Technik in Ortung und Förderung variieren, ist es schwer, konkrete Aussagen zu treffen, wann die fossilen Brennstoffe nicht mehr verfügbar sein werden. Während beispielsweise einige Gruppen davon ausgehen, dass das Fördermaximum des Erdöls (Peak Oil) bereits überschritten wurde und Ende des 21. Jahrhunderts Öl und Gas nicht mehr verfügbar sein werden, gehen andere Quellen davon aus, dass der Peak erst in 30 oder 100 Jahren erreicht sein wird. Die Unsicherheit wird dadurch erhöht, dass zunehmend nicht-konventionelle Lagerstätten erschlossen werden, beispielsweise durch Fracking. Sowohl die Erschließung konventioneller als auch die Erschließung unkonventioneller Lagerstätten ist mit erheblichen Eingriffen in Natur und Umwelt verbunden. Hinzu kommt das Risiko von Unfällen wie beispielsweise die Verschmutzung von Boden und Gewässern durch ungewollte Erdölaustritte. Als klima- und umweltfreundliche Alternative zu den fossilen Energien existieren die erneuerbaren Energien (mit Einschränkungen bei der Bioenergie), die Steigerung der Energieeffizienz und die Suffizienz.

Weitere Informationen zum Thema:

  • http://www.energie-wissen.info/fossile-energie.html [26.06.14]

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