Markt

In der Mikroökonomik wird als Markt in funktioneller Hinsicht der Ort bezeichnet, an dem Angebot und Nachfrage zusammentreffen, sodass sich im Falle eines Tausches Preise bilden. Voraussetzung für die Entstehung eines Marktes ist die potenzielle Tauschbeziehung, für die ein Tauschmittel (in der Regel Geld) und mindestens ein Tauschobjekt in Form eines knappen Gutes ebenso wie mindestens ein Anbieter und ein Nachfrager notwendig sind. Ein Markt kann organisiert (institutionell) oder nicht-organisiert sein. Ferner unterscheidet man zwischen freien Märkten, bei denen die Marktpartner die Aktionsparameter wie den Preis frei aushandeln und setzen können und regulierten Märkten, die durch behördliche Eingriffe, beispielsweise in Form von Höchst- oder Mindestpreisen, gekennzeichnet sind. Daneben lassen sich in der Theorie Anbieter- und Nachfragermärkte unterscheiden, wobei beim Anbietermarkt das Angebot kleiner als die Nachfrage ist und daher mehr Macht beim Anbietenden eines Guts liegt, beispielsweise bei der Preisgestaltung. Beim Nachfragermarkt wiederum sind die Käufer aufgrund eines Angebotsüberschusses in der besseren Position.
Nach liberaler Vorstellung erlaubt eine Marktordnung im Vergleich zu anderen bekannten Ordnungen die größte Freiheit und erhöht die Chancen, über verschiedene Güter zu verfügen, insbesondere wenn der Markt möglichst vollkommen, das heißt transparent und durch Chancengleichheit geprägt ist. Preise spielen auf den Märkten eine zentrale Rolle, da sie über die Knappheit der Güter informieren, Verhalten lenken können und die mögliche Bedürfnisbefriedigung bestimmen. Seit langem bekannt ist dabei, dass Märkte nur mittels wesentlicher politisch-rechtlicher Rahmensetzungen dauerhaft funktionieren können. Bestehen solche wirksamen Rahmensetzungen, können Märkte auch wesentlich zum Umweltschutz beitragen.

Weitere Informationen zum Thema:

  • http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/4487/markt-v12.html [17.03.14]

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