Naturschutz

Naturschutz als Teil des Umweltschutzes widmet sich insbesondere der Bewahrung der Artenvielfalt und schutzbedürftiger Gebiete. Dahinter steht ein existenzielles, aber auch ökonomisches (da Ökosystemdienstleistungen auch vielfältige monetär fassbare Leistungen erbringen) und ästhetisches menschliches Interesse. Die historischen Wurzeln des Naturschutzes liegen im Schutz besonders schöner Landschaftsbestandteile im Zeichen des romantischen Naturerlebens und des Heimatschutzes. Die Naturschutzbemühungen galten hierbei auch besonders schönen und seltenen Tieren und Pflanzen, insbesondere Vögeln. Der moderne Naturschutz hat sich vom Schutz besonders schöner seltener Arten hin zu einem Schutz von Ökosystemen und Biodiversität insgesamt entwickelt. Mit der Erweiterung des Schutzes einzelner Exemplare auf ganze Populationen und schließlich auf die Biodiversität im Allgemeinen ist eine Globalisierung des Schutzprinzips und eine Internationalisierung des Schutzrahmens verbunden. Eine ähnliche Ausweitung hat der Gebietsschutz erfahren. Er entwickelte sich vom Schutz einzelner Naturdenkmale über den Gebietsschutz hin zum Prinzip der Vernetzung von Biotopen. Die Bewahrung der Biodiversität steht im Zeichen des Schutzes der natürlichen Evolution und damit der natürlichen Lebensgrundlagen insgesamt.

Weitere Informationen zum Thema:

  • Ekardt/ Hennig, Ökonomische Instrumente und Bewertungen von Biodiversität: Lehren für den Naturschutz aus dem Klimaschutz?, 2014
  • Kluth/Smeddinck (Hg.): Umweltrecht. Ein Lehrbuch. Wiesbaden 2013, S. 249 f.

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