ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck ist ein Nachhaltigkeitsindikator, der bezogen auf verschiedene Handlungen alle Ressourcen- und Umweltinanspruchnahmen zu erfassen und zu addieren versucht. Er zeigt dabei u.a. auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen, die für Ernährung, Wohnen und Mobilität oder den Konsum nachgefragt werden. Der ökologische Fußabdruck kann für eine Person, für Haushalte oder auch für Regionen und Nationen berechnet werden, vor allem aber für einzelne Produkte oder Dienstleistungen. Der Indikator wurde Anfang der 90er Jahre von den Wissenschaftlern Mathis Wackernagel und William Rees entwickelt, um zu überprüfen, ob die Umweltressourcen der Erde ausreichen, um die wachsende Nachfrage zu befriedigen. Im Ergebnis verbraucht die Weltbevölkerung etwas seit den 80er Jahren mehr Biokapazität, als die Ökosysteme der Erde dauerhaft bereitstellen können.
Der ökologische Fußabdruck gilt auch als Gerechtigkeitsindikator, da er auf der Annahme basiert, dass allen Menschen auf der Welt gleich viel Biokapazität der Erde zur Verfügung steht. Da die Erde über etwa 8,3 Milliarden Hektar „produktiver Landfläche“ verfügt und diese unter allen Menschen fair geteilt wird, steht jeden Menschen eine Fläche von etwa 1,8 Hektar für seine Bedürfnisbefriedigung zu. In den meisten Industriestaaten liegt der Flächenverbrauch allerdings wesentlich höher. Wenn alle Menschen soll leben würden wie in Deutschland, dann bräuchten wir 2,8 Erden, denn der deutsche Fußabdruck pro Person ist im statistischen Durchschnitt 5,09 Hektar groß.

Weitere Informationen zum Thema:

  • http://www.footprint-deutschland.de/ [23.08.14]
  • http://www.fussabdruck.de/oekologischer-fussabdruck/ueber-den-oekologischen-fussabdruck/ [23.08.14]

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