Permakultur

Mit der Permakultur sollen menschliche Lebensräume nachhaltiger und dauerhaft funktionierend gestaltet werden, indem ökologisch intakte und wirtschaftlich tragfähige Systeme geschaffen werden. Diese Systeme bzw. Lebensräume müssen ihren eigenen Bedarf decken, weder ausbeuten noch verschmutzen und auf lange Sicht hin überlebensfähig bzw. in ihrer Wirtschaftsweise durchhaltbar sein. Der Begriff ist angelehnt an das englische „permanent agriculture“ (dauerhafte Landwirtschaft, auch im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft verstanden), bezieht sich aber nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern auch auf die Beziehungen zwischen Pflanzen, Tieren, Versorgungseinrichtungen und allgemein auf die Lebensräume des Menschen. Im engen Zusammenhang mit der Permakultur stehen der Schutz von Ressourcen, die Verringerung des Energieverbrauchs und die Kreislaufwirtschaft. Die Prinzipien der Permakultur stehen damit im engen Zusammenhang mit ethischen Grundprinzipien, insbesondere der achtsame Umgang mit der Erde und den natürlichen Lebensgrundlagen, der achtsame Umgang mit den Menschen in Hinblick auf Selbstbestimmung, Freiheit und Verteilungsgerechtigkeit und die Wachstumsrücknahme entsprechend der Grenzen der ökologischen Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit des Planeten sowie in Hinblick auf die Verteilungsgerechtigkeit. Bruce Charles („Bill“) Mollison und David Homgren gelten als Vorreiter und Begriffspräger. Heute greift u.a. die Transition Town-Bewegung die Prinzipien der Permakultur auf und übertragen die Idee vom ländlichen Raum auf die „Stadt im Übergang“.

Informationen zum Thema:

  • http://permanorikum.wordpress.com/about/definition/

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