soziale Ungleichheit

Soziale Ungleichheit meint, dass die Menschen einer Gesellschaft unterschiedliche Lebensbedingungen durch unterschiedliche Ressourcenausstattung (bspw. der Bildungsgrad, die Einkommenshöhe, die Wohnverhältnisse) haben und entsprechend besser oder schlechter in einer Gesellschaft gestellt sind. In vielen hochentwickelten Gesellschaften wachsen die sozialen Ungleichheiten. So haben es beispielsweise gering Qualifizierte immer schwerer, eine Erwerbstätigkeit zu finden, Arbeitslose werden stigmatisiert, die Integration vieler Zuwanderer wird komplizierter, Kinder aus Arbeiterfamilien studieren seltener als Kinder aus Akademikerfamilien. Die Mittelschicht, die ursprünglich eine politisch stabilisierende Wirkung hatte, schrumpft, während sich die Spanne zwischen Arm und Reich in den meisten Wohlstandsgesellschaften vergrößert. Soziale Ungleichheiten betreffen die alltäglichen Lebenschancen und Erfahrungen der Einzelnen ebenso wie sie Probleme und Auseinandersetzungen schaffen, die für die ganze Gesellschaft entscheidend sind. Eng mit sozialer Ungleichheit ist die Chancengleichheit verbunden. Den meisten Prognosen zufolge werden soziale Ungleichheiten aufgrund finanzieller Ungleichheiten in den nächsten Jahren weiter zunehmen, was nicht zuletzt am fortschreitenden technologischen Wandel, der hohe Qualifikationen erfordert, an der Globalisierung der Arbeits- und Kapitalmärkte sowie an der anhaltenden Pluralisierung der Lebensformen liegt. Seit langem kontrovers beurteilt wird, in welchen Anteilen soziale Ungleichheit und ihre Ausgangsfaktoren wie Begabung, soziale Lage etc. angeborene, sozio-kulturelle oder individualbiographische Ursachen haben.

Weitere Informationen zum Thema:

  • http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138379/soziale-ungleichheit [22.08.14]

« Zurück zur Übersicht