Holokratie

Holakratie (englisch „Holacracy“) ist ein Organisationskonzept aus den USA, welches auf Flexibilität, Transparenz und partizipativen Beteiligungsmöglichkeiten durch alle Ebenen hindurch basiert. Im Mittelpunkt des Konzeptes steht der Zweck der Organisation und nicht der Profit. Entwickelt und erprobt wurde das Konzept von Brian Robertson und Tom Thomison. Ziel der Holakratie sind die Steigerung der Flexibilität des Unternehmens, Transparenz, Innovation und gefühlte sowie gelebte Verantwortlichkeit in komplexen Organisationen und Netzwerken. Die Holakratie erlaubt es den in einem Unternehmen existierenden, miteinander verwobenen Funktionseinheiten sich selbst zu „regieren“, ohne auf gängige Organisationspraktiken wie Top-Down-Hierarchien zurückzugreifen. Dabei wird das Unternehmen als dynamisch betrachtet, der Blick vom Einzelmenschen auf das gemeinsame Projekt gelenkt und Rollen und Verantwortlichkeiten werden im Sinne einer integralen Führung gemäß der Stärken und Kompetenzen vergeben und sind entsprechend flexibel. Als Organisationsprinzip basiert die Holakratie auf der Vorstellung von einer Organisation in Kreisen, die durch Doppelverbindungen miteinander verschachtelt sind, sodass ein bis zwei Mitglieder eines Funktionskreises diesen im benachbarten Funktionskreis vertreten und umgekehrt. Dadurch werden der Informationsfluss und die Kreativität auch zwischen den Funktionseinheiten erhöht. Die Holakratie erkennt an, dass Organisationen in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess sind und durch die hohe Flexibilität der Rollenverteilung kann neuen Problemlagen und Herausforderungen besser begegnet werden als in herkömmlichen Organisationsstrukturen.


Weitere Informationen zum Thema:

  • http://www.integrale-politik.org/download/Anhang_Holakratie_
    IFIS200906.pdf [21.08.14]
  • http://holacracy.org/ [21.08.14]

« Zurück zur Übersicht