Kapitalakkumulation

Als Kapitalakkumulation wird die Anhäufung von Kapital und damit die Vergrößerung des Kapitalstocks bezeichnet. Die Kapitalakkumulation kann durch Ersparnisbildung oder durch Reinvestieren des auf dem Markt erzielten Mehrwerts vorangetrieben werden. Der Begriff Kapitalakkumulation wurde insbesondere von Karl Marx geprägt, der mit dem Begriff die Verwandlung von Profiten bzw. Mehrwert in Kapital zum Zweck der Produktionserweiterung beschrieb. Sie sei somit eine zentrale Triebkraft des Kapitalismus. Die Kapitalakkumulation führe dazu, dass immer mehr Kapital in den Händen der Kapitalisten lande. Begleitet von der Zentralisation des Kapitals führe dies unter anderem zur Monopolbildung und zur Technologisierung. Dies würde letztlich zur Einsparung von Arbeitskräften führen ebenso wie zu Abhängigkeitsverhältnissen der Arbeiterklasse, die ihre Arbeitskraft an die Kapitalisten zu deren Bedingungen verkaufen müssten und durch die Ausbeutung zunehmend verelenden würden. Die Verelendungstheorie hat sich historisch teilweise als falsch erwiesen, u.a. weil die (sozial-)politische Reformfähigkeit kapitalistischen Wirtschaftens unterschätzt wurde, die dazu geführt hat, dass materiell breite Schichten zumindest in den Industriestaaten von der Kapitalakkumulation mittelbar profitiert haben.

Weitere Informationen zum Thema:

  • http://www.wirtschaftslexikon.co/d/kapital-akkumulation-des/kapital-akkumulation-des.htm [21.08.14]

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