Konsum

Konsum (auch Konsumption, Verbrauch oder Nutzung) ist die Inanspruchnahme materieller und immaterieller Güter bzw. Dienstleistungen durch Letztverwender, um zu deren Bedürfnisbefriedigung (gemessen an ihren eigenen Wünschen) beizutragen. Konsum im Sinne des Kaufs von Waren und Dienstleistungen ist eine Voraussetzung für das Funktionieren unseres derzeitigen Wirtschaftskreislaufs, bei dem über die (wie auch immer verstandenen) Grundbedürfnisse hinausgehend immer wieder neue Interessen, Bedürfnisse und Wünsche bei den Konsumenten entstehen oder geweckt werden. Dadurch entsteht eine wachsende Nachfrage, durch die z.B. auch Arbeitskräfte, die durch die fortlaufende Rationalisierung der Produktion sonst arbeitslos würden, weiter beschäftigt werden können. Da die Produktion der Konsumgüter mit dem Verbrauch von Ressourcen und der Entstehung von Umweltbelastungen verbunden ist, hat dies eine erhebliche ökologische Bedeutung. Individuelle Konsumentscheidungen und ihre politisch-rechtliche Einrahmung sind demnach für die Umsetzung einer nachhaltigen Entwicklung von großer Bedeutung. Entsprechend verbinden sich mit wachstumskritischen Tendenzen oft Ideen einer veränderten Konsumkultur, in der auf (unnötigen) Konsum, insbesondere von Produkten und Dienstleistungen mit hohem Ressourcen- und Energiebedarf, verzichtet wird. Um herauszufinden, wie nachhaltig das eigene Konsumverhalten ist, bieten sich Indikatoren wie beispielsweise der ökologische Fußabdruck an. Gleichzeitig sind eine hohe Transparenz und ausreichende Informationen über die gesamte Wertschöpfungskette eines Produktes ein wichtiger Schritt, um Menschen zu einem nachhaltigeren Konsum anzuregen. Größere Wirkung dürfte freilich noch von einer schrittweisen Verteuerung knapper Ressourcen ausgehen, z.B. über Umweltabgaben.

Weitere Informationen zum Thema:

  • http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltiger_konsum_1135.htm [21.08.14]
  • Ekardt, Jahrhundertaufgabe Energiewende, Ch. Links Verlag, Berlin 2014, Abschnitt 19

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